Quelle: Prof. Irene Sommerfeld Stur
Beim Neufundländer ist bekannt, dass die Cystinurie einem autosomal rezessiven Erbgang folgt.
Das heißt:
dass Rüden und Hündinnen gleichermaßen betroffen sind
und dass die Krankheit nur dann auftritt, wenn ein Hund das Defektgen in doppelter Dosis trägt
Eltern eines Hundes mit Cystinurie sind in jedem Fall Anlageträger, tragen also je eine Kopie des Defektgens.
Vollgeschwister eines Merkmalsträgers sind mit einer Wahrscheinlichkeit von 66% Anlageträger.
Für die Cystinurie der Irish Terrier ist der Erbgang bisher nicht bekannt!
Es kann zwar als gesichert gelten, dass die Cystinurie beim IT erblich (hier gibt es eine extra Seite dazu) ist, es scheint auch klar zu sein, dass kein einfach rezessiver Erbgang vorliegt, die tatsächliche genetische Grundlage konnte bisher noch nicht abgeklärt werden.
Nicht jeder Hund mit Cystinurie entwickelt Steine.
Cystinurie bedeutet zunächst mal nur eine übermäßige Ausscheidung von Cystin. Ob sich Blasensteine bilden hängt von diversen Faktoren ab.
Ein weiterer Faktor der bei der Entstehung von Cystinsteinen eine Rolle spielt ist der pH-Wert des Urins. (Dazu gibt es eine extra Seite)
Das Vorliegen einer Cystinurie ist somit als Disposition zur Bildung von Cystinsteinen zu interpretieren.
Allerdings gibt es auch immer wieder mal Fälle bei denen Hunde mit hohem Cystinspiegel niemals Steine entwickeln, anderseits aber auch Fälle in denen Hunde mit niedrigem Cystinspiegel Steine entwickeln.