Wie kommt es zur Cystinurie?

Quelle: Prof. Irene Sommerfeld-Stur

Cystinurie ist ein genetischer Defekt der zu einer Funktionsstörung bei bestimmten Proteinen führt, die dafür verantwortlich sind, dass Cystin in der Niere nicht ausgeschieden sondern wieder zurück in den Blutkreislauf transportiert wird.

Es gibt verschiedene Proteine, die für diese Aufgabe zuständig sind.

Je nachdem welches Protein durch einen genetischen Defekt geschädigt ist, kommt es zu unterschiedlichen Formen der Cystinurie.

So wird Cystinurie auch bei anderen Hunderassen wie z.B. beim Neufundländer beschrieben.

Die Cystinurie des Neufundländers beruht aber auf einem anderen genetischen Defekt als die des Irish Terriers. 

 


Quelle: Royal Canin

Cystinsteine 

 

entstehen bei Hunden mit Cystinurie, einer angeborenen Stoffwechselstörung, gekennzeichnet durch

 

Die Cystinurie ist in der Regel :

Ätiologie

Urolithiasis ist die Folge zugrunde liegender erblicher, angeborener oder erworbener Störungen, die eine gesteigerte Ausscheidung bestimmter Mineralstoffe über den Harn hervorrufen und/oder eine Prädisposition für die Bildung von Harnsteinen darstellen (Osborne et al., 1995)

 

Die Zusammensetzung des Harns wird durch Stoffwechselstörungen verändert

 

Ein erblicher Mechanismus wurde beim Dalmatiner (für Urat) und beim Neufundländer (für Cystin) nachgewiesen (Sorenson & Ling, 1993; Henthorn et al., 2000), und Prädispositionen bei mehreren anderen Rassen legen die Existenz einer möglichen genetischen Grundlage nahe.

 

Kongenitale Ursachen können ein Individuum direkt (z. B. eine kongenitale Cystinurie) oder indirekt (z. B. urogenitale Missbildungen) für die Bildung von Harnsteinen prädisponieren

 

Zu den erworbenen Störungen gehören  Harnwegsinfektionen mit Urease-positiven Bakterien oder Stoffwechselstörungen (z. B. Hyperkalzämie), die eine Steigerung der Mineralstoffausscheidung zur Folge haben. Die Applikation von Arzneimitteln stellt in einigen Fällen einen verstärkenden Faktor dar (Osborne et al., 1999f).

 

  

Merke:

Die Inzidenz und die Mineralstoffzusammensetzung von Harnsteinen können von komplexen Interaktionen multipler Faktoren beeinflusst werden, wie zum Bespiel vom Alter, dem Geschlecht, der genetischen Prädisposition und der Rassezugehörigkeit, der Ernährung, der Trinkwasseraufnahme, der Lebensweise und dem vorhanden sein von Harnwegsinfektionen.