Obwohl eine genaue Kenntnis des Erbganges noch aussteht, gibt es doch genügend Hinweise darauf, dass Cystinurie als erblicher Defekt anzusehen ist.
Die wichtigste Maßnahme ist somit ein Zuchtausschluss der Merkmalsträger.
Da die erhöhte Cystinausscheidung alleine ohne erkennbare Symptome abläuft, ist die sicherste Methode zur Entdeckung von Hunden mit Cystinurie eine Untersuchung des Urins auf das Vorliegen eines erhöhten Cystinspiegels.
Von diesen Labors wird eine quantitative Bestimmung des Cystinspiegels durchgeführt.
Das Ergebnis ist ein Wert, der zwischen <1> 1000 liegen kann.
als Grenzwert für einen „nicht erhöhten“ Cystinspiegel wird ein Wert von 178/179 angenommen.
Dieser Wert wurde allerdings primär für den Neufundländer als Grenzwert definiert und für den IT recht unkritisch übernommen.
Wieweit dieser Wert als Grenzwert für den IT wirklich Gültigkeit hat bleibt fraglich.
Eine andere Methode zum Nachweis eines erhöhten Cystinspiegel ist der so genannte Nitroprussidtest. Dabei handelt es sich um einen semiquantitativen Test, bei dem auf der Basis einer bestimmten Farbreaktion eine Einstufung in „negativ“, „+ positiv“, „++ positiv“ und „+++ positiv“ vorgenommen wird.
Diese Form der Untersuchung wird in USA von Prof. Giger bevorzugt durchgeführt.
Die Untersuchung des Cystinspiegels wird von einigen Europäischen Züchtern auf freiwilliger Basis für ihre Zuchttiere durchgeführt.Eine verpflichtende vom Zuchtverband vorgeschriebene Untersuchung gibt es bislang noch nicht.