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Cystinurie beim Irish Terrier Cystin Ernährung Cystin Vererbung - BOONE
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BOONE

Quelle: Claudia Rudi

 auf der linken Seite werden weitere Information im Menue von Boone - Frau Rudi angezeigt

Liebe Besitzer eines CU-Hundes und alle Interessierten!
Mein Name ist Claudia Rudi, mein IT Rüde........-  Emerson, genannt Boone, ist am 04.09.2006 geboren und hat Cystinurie.Eines Tages im Mai 2009 blieb Boone gegen Ende eines langen Gassiganges ungewöhnlich lange mit angezogenem Bein stehen, ohne daß mehr ein Tropfen Pipi kam.

Dann folgten ein paar Tropfen blutige Flüssigkeit.Wir dachten zunächst an einen „harmlosen“ Harnwegsinfekt und er bekam vom Tierarzt ein Antibiotikum.

Er hatte bisher noch keine Steine und mein großes Ziel ist es, durch alle durchführbaren Therapiemaßnahmen diesen Zustand zu halten.

 


Es wäre schön, wenn sich hier viele Besitzer melden würden, damit wir Erfahrungen austauschen können.

Wenn wir durch unsere Veröffentlichungen Besitzer erreichen, die mit unseren Hunden verwandt sind, und die ihre Hunde untersuchen lassen könnten, um eine eventuelle Erkrankung schon vor der Steinbildung zu erkennen und entsprechend zu reagiern, wäre das das Ziel meiner Bemühungen.

 

Da mein Mann Internist ist verfügen wir über die Möglichkeit, das Urinsediment selbst unter dem Mikroskop anzuschauen und so entdeckten wir die charakteristischen hexagonalen (sechseckigen) Cystinkristalle in einer von Boones nächsten Pipis.

Nun schrillten alle Alarmglocken. Wir erinnerten uns an die beiden Erbkrankheiten beim Irish, Cystinurie und Corny Feet und versuchten, alles über diese Erkrankung und ihre Behandlung herauszufinden.

Glücklicherweise entdeckte ich in einem Irish Terrier Forum, daß die Erkrankung wohl nicht ganz unbekannt war und ein schweizer Professor namens Giger in USA nach einem Genmarker forscht, um die belasteten Hunde identifizieren zu können.
Durch dieses Forum kam ich in Kontakt mit vielen Menschen, die sich schon länger mit dem Thema auseinandersetzen.

So entschlossen wir uns, die Forchungsarbeit von Professor Giger zu unterstützen und Blut und Urin nach USA  senden zu lassen.

Gleichzeitig ließen wir über den TA eine COLA-Analyse machen.

Da die erste Analyse einen Negativbefund zeigte, wollten wir eine Wiederholung des Tests, der dann auch das von uns schon erwartete hohe Ergebnis der ausgeschiedenen COLA-Aminosäuren brachte.

Im Verlauf der nächsten Wochen und Monate kontrollierten wir das Urinsediment von Boone, der bislang steinfrei blieb, zwei- bis dreimal in der Woche.

Jedes Pipi wurde mittels Uralyt-U Teststreifen auf den pH überprüft, um das notwendige Milieu von über pH 7,5 einzuhalten.

Dies wurde durch Umstellung des Futters auf Hills U/D und zusätzliche Gabe von Bullrich- Salztabletten ermöglicht, falls nötig.

Allerdings birgt diese alkalische Einstellung die Risiken auf Blasenentzündungen und Bildung von Struvitsteinen (Vorstufe: Tripelphosphate) in sich und so ist es eine ständige Gratwanderung, den Hund steinfrei zu halten.

Mehrere weitere Komplettanalysen (COLA quantitativ, pH-Wert, Urinsediment) folgten und wir entdeckten den Zusammenhang zwischen Urin-pH und dem gemessenen Cystinwert. Dieser wird nämlich in der Analyse nur im gelösten Zustand erfasst, der einen alkalischen pH über 7,5 bedingt.

Im sauren fallen Cystinkristalle aus, und das bereits als Kristalle oder Gries oder Steine vorliegende Cystin  wird somit nicht gemessen.

Dies alles kann man schön in unseren Analysen sehen (siehe Anlaysen vom 10.11.2009 mit den unterschiedlichen pH-Werten).

Da ein niedriger Wert solo-Cystin-Wert eine falsch-negative Interpretation ergeben kann, ist es wichtig, alle Aminosäuren, am besten im pH-alkalischen testen zu lassen.

Ich hoffe, daß viele Besitzer mit cystinurischen Hunden sich hier öffentlich machen, um wiederum andere Besitzer von Wurfgeschwistern zu informieren und dadurch vielleicht auch kranke Hunde vor Entstehung von Steinen untersuchen zu lassen.

Ich danke allen, die sich um Aufklärung, Offenheit und Forschung und vor allem Ehrlichkeit bemühen und bin für jeden ansprechbar.


Schöne Grüße
Claudia und Boone




 

23.06.2009

claudia rudi - forumseintrag bei I-O

Boone wird im September drei Jahre alt.

Zunächst bemerkte ich einmal Blut im Pipi. Dann blieb Boone gegen Ende der "Gassi-Gänge" mit angezogenem Bein längere Zeit stehen, ohne daß Urin kam, bzw. es träufelten ein paar Tropfen nach.


Daraufhin fingen wir den Morgenurin auf und untersuchten ihn zunächst mit Combur Teststreifen, das Urinsediment wurde im Labor unserer Praxis (mein Mann ist Internist) untersucht und es fielen jede Menge Cystinkristalle auf, die eine hexagonale charakteristische Struktur haben.

Es waren keine Struvit- oder andere Kristalle enthalten.
Der Urin wurde ins TA-Labor gegeben, dies bestätigte den Verdacht.

Der Ultraschall und Röntgen zeigten gottseidank keine Steine. Die Steinbildung ist das gefährliche an dieser Stoffwechselerkrankung.

Cystin ist wasserunlöslich und fällt im pH-sauren aus.

Die Steine können gerade beim Rüden, der ja einen Penisknochen besitzt, die Harnröhre verstopfen und eine lebensbedrohliche Situation auslösen.

Durch einen Defekt werden bestimmte Aminosäuren nicht rückresorbiert, sondern mit dem Harn ausgeschieden, eine davon ist Cystin, welche eben zu Kristallen oder Steinen ausfällt.

Deshalb sollte man den Hund natürlich nicht zu proteinreich (vor allem Methionin) ernähren, was im wirklichen Leben sehr schwierig ist, wirbt doch jeder Hersteller von Trockenfutter mit besonders viel Protein oder es wird eine Rohfütterung empfohlen.

Deshalb bekommt Boone momentan dieses Spezialfutter, welches auch den Harn alkalisiert. Wir kontrollieren natürlich momentan täglich das Sediment und lassen in Kürze wieder eine Kontrolle machen.

Es ist nicht immer Blut im Urin, nur, wenn durch hohe Kristallbildung die Blasenwand gereizt wird. Will heißen, wenn wir nicht zufällig die Sache bemerkt hätten, wüßten wir das gar nicht, denn wer macht schon eine Urinuntersuchung auf Cystin einfach so mal?

Mich würde einfach wirklich interessieren, ob es andere Besitzer mit CU-Hunden gibt, um mich austauschen zu können. Es lesen vielleicht auch viele engagierte Besitzer mit, für die dieses Thema sicher interessant sein könnte, obwohl es kaum bekannt ist.
Schöne Grüße

Claudia Rudi