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Mein Irish Terrier ist erkrankt, welche Ernährungsform hilft ihm nun in der Zukunft

Quelle: Susann Gielians

Ernährung ist nicht nur dazu da, Lebewesen am Leben zu erhalten, sondern durch bestimmte Nahrungsbestandteile wird der Verlauf von Krankheiten beeinflusst

Positiv wie Negativ
Die Verdauung beim Hund fängt im Maul an
 

Die Ernährung von kranken Hunden stellt deren Besitzer immer wieder vor eine besondere Herausforderung.
Was ist bei welcher Krankheit ernährungstechnisch zu beachten, welche Nähstoffe werden besonders benötigt und welche sollten eher restriktiv gefüttert werden?

Auf diesen Seiten beschäftigen wir uns mit den Harnorganen, mit Blasenerkrankungen und da wieder insbesondere mit Cystinurie. Immer dann wenn man Vergleiche zu anderen Erkrankungen oder spezielle Abhängigkeiten zu anderen Stein- oder Blasenerkrankungen bestehen, werden wir auch einen Exkurs dort hin unternehmen, zumindest immer in Ansätzen.

Während des Stoffwechsel fallen im Organismus die unterschiedlichsten Abfall- und Abbauprodukte an. Diese, sowie Stoffe, welche in zu großer Menge aufgenommen werden, müssen wieder ausgeschieden werden. Verantwortlich hierfür sind die Harnorgane. Zu diesen zählen:

Die Nieren sind die harnbereitenden Organe, während Nierenbecken, Harnleiter, Harnblase und Harnröhre harnableitende Organe darstellen.

Ernährung bei Erkrankungen an Harnorganen, ist dem jeweiligem Krankheitsbild und regelmäßig anzupassen. Eine allgemein gültige Ernährungsweise für  Nieren- und/oder Blasenkranken Hunde kann es ebenso wenig geben, wie bei gesunden Hunden. Einige allgemein gültige Grundregeln gibt es aber trotzdem.

Proteinversorgung

Die Proteinfütterung ist entgegen vielfach pauschalen, auch von Tierärzten, Aussagen bei Harnorganerkrankungen nicht zwangsläufig zu reduzieren.

Wichtig ist vielmehr die Fütterung leicht verdaulicher Proteine, welche bei ihrer Umsetzung in Niere und Blase, nicht durch unnötige Abbauprodukte weiter belastet wird.

Für Canivoren sind das in erster Linie tierische Proteine, insbesondere von jungen Tieren und Fleisch mit niedrigem Anteil an Bindegewebe. Auf pflanzliche Proteine sollte man dagegen weitestgehend verzichten. Die Höhe der Proteinzufuhr ist abhängig von der Konstitution des Patienten, den Serumsharnstoffwerten und den renalen Proteinverlusten.

Fettversorgung
Das für die Energiezufuhr notwendige Fett sollte, ebenso wie das Protein, überwiegend tierischen Ursprungs sein. Pflanzliches Fett ist für Carnivoren schwerer verdaulich als tierisches Fett und stellt dadurch eine höhere Belastung der Niere dar.


Mineralstoffversorgung
Der Gehalt an Calcium und Phosphor sollte unter Beachtung eines optimalen Ca : P -Verhältnisses auf einem insgesamt niedrigen Niveau gehalten werden. Auf eine Zufütterung von Knochen und Knochenmehlen ist deshalb zu verzichten, da diese, neben den, für einen Ausgleich des Ca : P – Verhältnisses meist notwendigen Calcium auch noch größere Mengen Phosphor enthalten. Reine Calciumsupplemente sind hier vorzuziehen.

Das Kalium – Natrium – Verhältnis sollte ungefähr 2:1 betragen, eine zusätzliche Supplementierung von Salz ist sehr vorsichtig vorzunehmen. Bei Ödemen oder Oligurie (zu niedriger Harnabsatz / hohe Harnkonzentration) besteht absolutes Kochsalzverbot!


Vitaminversorgung
Soweit möglich sollte die Vitaminversorgung auf natürlichem Weg sichergestellt werden. Auf künstliche Vitaminvormischungen oder gar Vitaminpräperate aus der Humanmedizin bzw. menschlichen Nahrungsergänzung ist zu verzichten.

Therapie von Nierenerkrankungen

Eine Therapie von Nierenerkrankungen – egal welcher Art und welches Stadiums - gehört in jedem Fall in die Hände eines erfahrenen Tierarztes.
Ziel dieses Artikels will und kann es nicht sein, dass auf Kosten des Tieres experimentiert wird.

Der wichtigste Grundsatz bei der Therapie ist die Behandlung der zugrunde liegenden Primärerkrankung, hier Cystinurie. Eine Beseitigung extrarenaler Ursachen und eine Behandlung von eventuell vorhandenen Verdauungsstörungen.

Des weiteren ist weitestgehende Schonung des Tieres in Verbindung mit einer Haltungsoptimierung, Ruhe und Wärme wichtig. Die Flüssigkeitszufuhr ist an die Nierenfunktion anzupassen, gegebenenfalls ist eine parenterale Flüssigkeits- und Elektrolytzufuhr vorzunehmen.