Die Gesundheit des Hundes umfasst viele Aspekte;
Ernährung und Gesundheit
Die Ernährung ist wahrscheinlich das wichtigste Standbein einer guten Gesundheit.Leider haben die meisten Hundebesitzer die Verantwortung für die Ernährung ihres Hundes an die Tierfutterhersteller abgegeben.
Es ist bequemer und einfacher, einen Sack Futter zu kaufen und den Angaben des Herstellers zu glauben, als sich eingehend mit dem Thema Ernährung zu beschäftigen.
Das Ergebnis der Fütterung mit dieser auf Getreide basierenden Nahrung wird immer deutlicher durch den enormen Zuwachs an Krankheiten in unserer Hundepopulation.
treten immer häufiger auf und lassen sich nicht einfach mit Überzüchtung erklären. Ein Organismus braucht mindestens 10.000 Jahre, um sich auf eine totale Ernährungsveränderung umzustellen.
In diesen 60 Jahren hat sich der allgemeine Gesundheitszustand unserer Hunde verschlechtert. Das hängt unter anderem mit der nicht artgerechten Ernährung zusammen. Viele Hundebesitzer, Züchter und Tierärzte sind heute der Meinung, daß Fertigfutter einer der Hauptverursacher eines schlechten Gesundheitszustandes ist, und suchen Alternativen zu Fertigfutterprodukten.
Eine dieser Alternativen, die mittlerweile Befürworter in der ganzen Welt hat, ist die sogenannte BARF-Ernährung.
Etwa 25-30% aller Hunde in Deutschland sind übergewichtig, Tendenz steigend.
Ziel muss es also sein, Übergewicht zu vermeiden (Energiezufuhr kontrollieren!), Übergewicht abzubauen (Energiezufuhr reduzieren!!) und das Idealgewicht in der Folge zu halten.
Beispiel:
Bedarf:
1660 kcal/Tag Restriktion: 1660 x 0,6 = 1000 kcal/Tag
Bei schwerem Übergewicht immer den TA hinzu ziehen!!
Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse
Hier muss zunächst unterschieden werden zwischen dem
Zum exokrinen Teil gehört die Produktion von Verdauungsenzymen, eine Erkrankung des Organs betrifft also in direktem Maße die Digestion (Verdauung) und damit auch sekundär die Absorption (Aufnahme) der lebenswichtigen Nährstoffe.
Augenfällige Symptome sind daher oft:
Da Fett spaltende Enzyme (Lipasen) nur von der Bauchspeicheldrüse gebildet werden ist in erster Linie die Fettverdauung betroffen.
Merke
Endokriner Anteil der Bauchspeicheldrüse bildet das Insulin.
Exokriner Teil der Bauchspeicheldrüse bildet die Verdauungsenzyme.
Erkrankungen der Leber
Der Leber kommen im Zusammenhang mit der Verdauung der Nährstoffe verschiedene Aufgaben zu. Dies ist zum einen der Umbau körperfremder zu körpereigenen Bausteinen (Syntheseleistung), ferner werden Stoffwechselprodukte abgebaut und als harnpflichtige Substanzen der Ausscheidung über die Niere zugeführt und nicht zuletzt ist die Leber ein wichtiges Speicherorgan.
Alle drei Aufgabenbereiche können bei einer Erkrankung des Organs beeinträchtigt sein.
Folgende Maßnahmen müssen bei der Fütterung beachtet werden:
Merke
Aufgaben der Leber:
Diabetes Mellitus
Wie oben angedeutet ist diese Erkrankung die Folge einer Pankreaserkrankung, bei der die Produktion von Insulin in den Inselzellen des Pankreas nicht ausreichend ist oder dessen Wirksamkeit herab gesetzt ist.
Eine Umstellung der Ration bei bestehendem Diabetes darf nur in Absprache mit dem Therapeuten erfolgen, dies gilt vor allem für den Fall, wo der Hund mit Insulin substituiert wird und dann neu eingestellt werden muss!! Ansonsten droht Lebensgefahr!!!
Bei der Fütterung ist zu beachten:
Niere
Bei einer so genannten Niereninsuffizienz, also einer eingeschränkten Konzentrationsleistung des Organs, kommt es zu vermehrtem Harnabsatz, der jedoch häufig nicht ausreicht, um die harnpflichtigen Substanzen auszuscheiden.
Diese reichern sich dann im Blut an und haben verschiedene Symptome zur Folge. Ein besonders hervorstechendes Symptom ist der Geruch aus dem Maul, der an Ammoniak oder Urin erinnert. Auch Hautprobleme gehen häufig mit einer schleichenden Nierenerkrankung einher.
Die Nieren haben eine hohe Kompensationsfähigkeit, aus diesem Grunde werden klinische Symptome erst auffällig, wenn bereits 2/3 bis ¾ der Niere geschädigt ist.
Ein weiteres Argument für die Qualität der Rohstoffe und deren Verdaulichkeit in der Ernährungspraktik des Hundes.
Folgende Maßnahmen kommen als Nierendiät in Frage:
Cystinurie
Die Gesamtverdaulichkeit guter Eiweisquellen z.B. Fleisch, bindegewebsarme Schlachtabfälle, Milch, Ei, aber auch aufbereitetes Sojaprotein, erreicht Werte von bis zu 90 %.
Bei weniger hochwertigen Proteine, bindegewebsreiche Schlachtabfälle, Sehnen, Knorpel, ist die Abbaubarkeit durch körpereigene Enzyme im Dünndarm gering. Ein erheblicher Anteil fließt in den Dickdarm. Dadurch möglicherweise eine deutlich verringerte Versorgung mit Aminosäuren.
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Magen Darmprobleme
Erkrankungen im Magen- und Darmbereich des Hundes sind für viele Hundebesitzer immer wieder die Ursache von vielerlei Problemen.
Häufig auftretende akute und chronische Erscheinungen
beim Hund sind in der Regel durch therapiebegleitende Fütterungsmassnahmen sowie ein verträgliches und hochwertiges Hundefutter in den Griff zu bekommen.
Ursachen für Verdauungstörungen
Diese Bakterien werden erst dann zum Problem, wenn sie durch Darmmilieuveränderungen in Darmbereiche vordringen, die nicht für sie vorgesehen sind oder in zu grosser Menge auftreten (z.B. E.coli). Dies führt dann zu einer Gleichgewichtsverschiebung des Keimbesatzes im Darm.
Erkrankungen durch pathogene Hefen u. Pilze
Sie entstehen in der Regel als Sekundärerscheinung bei fütterungsbedingter Verarmung der Darmflora und/oder im Anschluss an Antibiotika - und Kortison (Kortikoid)therapien.
Sie können nach Monaten oder Jahren noch häufig Grund für chronische Erkrankungen aller Art werden, bei denen die Ursache oft nicht mehr erkannt wird.
Erkrankungen durch Mykotoxine (Gifte von Schimmelpilzerregern) und Bakterientoxinen (Gifte des Bakterienstoffwechsels),
die hochgradig giftig sein können und sogar Leber- bzw. Nierenversagen nach sich ziehen können.
Erkrankungen durch synthetische Substanzen,
Erkrankungen durch Funktionsstörungen anderer Organe oder des hormonellen Systems,
die Verdauungsstörungen nach sich ziehen.
Fütterungskonzept Mikroflora
Wichtig für eine intakte Darmfunktion ist eine Mikroflora, die aus vielen verschiedenen Mikoorganismen besteht.
Einseitig zusammengesetztes Futter zieht zwangsläufig eine sehr einseitige und damit falsch zusammengesetzte Darmflora nach sich.
Folge davon ist wiederum sowohl ein geschwächtes Immunsystem als auch eine sich ständig steigernde Überempfindlichkeit gegen Fütterungsabweichungen, Fütterungsumstellungen etc., die sich nicht selten zu einer Allergie ausbildet.
In diesem Fall wird dann häufig auf ein sogenanntes Zweikomponentenfutter zurückgegriffen, was zwar momentan die Darmsymptomatik beruhigen kann aber mittelfristig die ganze Situation noch verschlimmert.
Um diesem Teufelskreislauf zu entgehen, ist es notwendig, den Darm wieder an ein vielfältig zusammengesetztes Futter zu gewöhnen, um die Darmflora zu regenerieren.
Füttterungskonzept Darmschleimhaut
Die Darmschleimhaut hat bis zu einem gewissen Grad die Fähigkeit mehr oder weniger giftige bzw. schädigende Substanzen zu neutralisieren.
Kommt in dieser Situation noch eine aussergewöhnliche und vielleicht auch notwendige Belastung (Wurmkur, Antibiotikakur etc.) dazu, kollabiert das System, weil keine Reserven mehr vorhanden sind.
Dies ist einer der Gründe warum bei einem Fütterungskonzept grundsätzlich auf alle synthetischen Zusätze verzichtet werden sollte.
So kann sich eine stabile Darmflora bilden, die auch in Stresssituationen noch genügend Reserven hat, um sich erfolgreich gegen schädigende Einflüsse zu wehren, die z. T. nicht zu verhindern sind.
Fütterungskonzept
An diesem Punkt setzt dann ein Fütterungskonzept an, indem es auf eine grosse Vielfalt in der Auswahl der Futterkomponenten setzt und damit auch das Immunsystem trainiert und regeneriert.
Hierbei ist es wichtig darauf zu achten, dass Durch den Verzicht auf synthetische Vitamin- und Spurenelementzusätze wird die Resorptionsaktivität des Darmes gefördert.
D.h., dass der Darm (so wie es die Natur auch vorsieht) aktiv Vitamine und Spurenelemente aus der Nahrung abspalten muss. Dies ist die Voraussetzung für eine angemessene Versorgung des Körpes mit Vitaminen und Spurenelementen.
Werden dem Körper ständig synthetische Vitamine und Spurenelemente über das Futter zugeführt, kann dies nicht nur zu Überversorgungen führen, sondern die Fähigkeit zur Vitaminsynthese schläft ein.
So geht dem Organismus ein ganz wichtiger Teil seiner gesunden Stoffwechselvorgänge und seines hormonellen Gleichgewichtes verloren.
Der Verzicht auf synthetische Konservierungsmittel, Aromastoffe und andere synthetische Substanzen ist notwendig, um Beschädigungen der Darmschleimhaut durch diese aggressiven Substanzen zu vermeiden.
Fütterungskonzept Stabilisierung des Darms
Ein Fütterungskonzept konzentriert sich bei der Stabilisierung der Darmflora des Hundes im Wesentlichen auf folgende Punkte:
Minderwertige Futterkomponenten sind immer gleichzeitig auch schwer verdaulich und enthalten überdies in der Regel belastende Substanzen, die zu einer grundsätzlichen Gleichgewichtsverschiebung im Bakterienbesatz des Darms führen können.
Folge sind nicht nur akute (sichtbare) Symptome wie Blähungen, Durchfall, breiiger Kot etc. sondern eine grundsätzliche Schwächung des Immunsystems des Hundes.
D.h. die Anfälligkeit für Erkrankungen aller Art wird erheblich höher, was aber häufig erst nach einer längeren Zeit zum Tragen kommt. Aus diesem Grund ist die hohe Verdaulichkeit auf Basis von hochwertigen Ausgangsstoffen die erste Voraussetzung für ein darmstabilisierendes Futter.
Immunsystemschwächenden Faktoren
Immunschwäche und Allergieneigung
Folge dieser Schädigung des gesunden Darmmilieus ist eine starke Beeinträchtigung der natürlichen unspezifischen und spezifischen Abwehr gegen Antigene gleich welcher Art.
Dadurch bedingt kann es schnell zu Immunschwäche, Allergien und auch zu entzündlichen Prozessen im Bereich des Darms kommen.
Mangelversorgung
Es liegt es auf der Hand, dass ein Hund nicht sein ganzes Leben lang mit nur zwei bis drei Komponenten gefüttert werden kann, ohne dass es auf Dauer zu Mangelversorgungen und damit verbundenen Erkrankungen kommen muss.
Ein weiterer Nachteil der verarmten Darmflora ist häufig zudem die Unmöglichkeit eine unkomplizierte Futterumstellung vorzunehmen, da der Darm Probleme bekommt, andersartige Futterkomponenten zu verdauen.
Viele Hundebesitzer klagen in solchen Fällen darüber, dass ihr Hund nur eine bestimmte Futtersorte vertrage und vermeiden aus Angst vor breiigem Kot oder Durchfällen jede auch noch so kleine Variation auf dem Futterplan ihres Hundes.
Die Menge der bei der Verdauung anfallenden überflüssigen und schädigenden Substanzen müssen vom Körper häufig über den Stoffwechselweg (Leber, Nieren etc.) mühevoll entsorgt werden.
Nicht selten sind die Stoffwechselorgane letztendlich überlastet und der Organismus beginnt, diese Toxine an nicht dafür vorgesehenen Stellen im Körper anzureichern, wodurch es nach einer gewissen Zeit zu leichten bis schweren Krankheitssymptomen kommen kann.
Andererseits enthalten minderwertige Futterkomponenten naturgemäss eine Unmenge an Antigenen in Form
Nicht zu vergessen, dass gerade die enthaltenen Toxine reine Stoffwechselgifte darstellen, die die Funktion der Stoffwechselorgane erheblich beeinträchtigen können.
Verbunden mit der Schädigung der Darmflora ist das Einnisten nicht erwünschter Mikroorganismen in der Mikroflora des Darms und häufig auch das Vorwandern von Bakterien in normalerweise relativ sterile Bereiche des Dünndarms. Dadurch bedingt kommt es nicht selten zu Fehlgärungen und anderen Verdauungsstörungen, die sich z.B. als chronischer Durchfall oder chronische Blähungsneigung kenntlich machen können.
In den meisten dieser Fälle aber sind äusserlich keine auffälligen Verdauungsstörungen vorhanden. Tückisch daran ist vielmehr die anfangs unbemerkt fortschreitende Schwächung des Immunsystems sowie die Beeinträchtigung der Stoffwechselorgane, die erst zu einem relativ späten Zeitpunkt zu Gesundheitsproblemen aller Art
Eiweissbedarf
Die Gefahr einer Eiweissüberversorgung besteht in verschiedenen Fällen.
Grundsätzlich sollte der Proteingehalt dem Alter und dem aktuellen Bedarf des Hundes angepasst sein (Hundetrockenfutterempfehlungen:
Die Wahl eines Hundefutters mit einem zu hohen Proteingehalt sollte vermieden werden.
Zusätzliche Fütterung von eiweisshaltigen Futtermitteln
Die meisten Fälle einer Eiweissüberversorgung treten bei einer Kombination von Hundefutter und ergänzender Fleischfütterung auf.
Hier wird oft übersehen, dass das Hundefutter an sich schon ausreichend Protein enthält und dass eine zusätzliche Fleischfütterung immer auch mit einer zusätzlichen ausgleichenden Menge an Trägern von Kohlenhydraten und essentiellen Fettsäuren einhergehen muss.
Da diese Problematik sehr häufig auftritt, gibt es bei verschiedenen Herstellern ein fleischloses Trockenfutter, dass als gesunde Ergänzung bei einer Fleischfütterung dient und das Gesamtnährstoffverhältnis optimiert.
Unangemessenes Gesamtnährstoffverhältnis beim Selberkochen
Eiweisshaltige Leckereien
Aus diesem Grund sollte man gerade bei diesen stark eiweisshaltigen Leckerchen nie vergessen auch den Gehalt an Kohlenhydraten und essentiellen Fettsäuren angemessen auszugleichen.
Reaktionen des Darms
Überlastung des Magen-Darm-Traktes
Zum einen kommt es aufgrund des Eiweissüberangebotes im Darm schlichtweg zu einer Überlastung des Magen-Darmtraktes, der rein kapazitätsmässig die Proteine nicht mehr verdauen kann, d.h. die Zerlegung der Eiweie in Aminosäuren kann nicht mehr ordnungsgemäss ausgeführt werden.
Breiiger Kot bei heranwachsenden Hunden
Diese Erscheinungen treten unter anderem auch häufiger bei heranwachsenden Hunden auf, wenn der Eiweissbedarf zwischen dem 6.-8. Lebensmonat naturgemäss zurückgeht und weiterhin ein proteinreicherers Juniorfutter gefüttert wird.
Breiiger Kot auf Befehl des Immunsystems
Zudem wirken Proteine im Überangebot in erhöhtem Masse als Antigene im Darm, so dass das SISMD mit allen Mitteln versucht, diese Substanzen möglichst schnell aus dem Körper zu befördern.
Hierzu bedient es sich primär der vermehrten Schleimproduktion und erhöhter Peristaltikfrequenz.
Folge hiervon sind wiederum breiiger bis durchfälliger Kot oder andere Verdauungsstörungen.
Leber- und Nierenüberlastung
In der Regel gelingt es dem SISMD nicht, das gesamte Eiweissüberangebot schnellstmöglich aus dem Körper zu befördern, insbesondere dann nicht, wenn kotverfestigende Komponenten wie z.B. Federn, übermässig viele Mineralstoffe, Borsten etc. im Futter enthalten sind.
So gelangen zu viele Eiweissbausteine ins Blut und führen auf Dauer zu Leber-und Nierenüberbelastungen, die in ihrer Folge Knochenstoffwechselentgleisungen, Lahmheiten, Hautprobleme etc. mit sich bringen können.
Zudem treten als Begleitsymptome der spezifischen Abwehr des Immunsystems, das u.a. die Elimination der Antigene anstrebt, nicht selten periodisch hartnäckige Entzündungserscheinungen im Darm auf, die sich als chronische Durchfallerscheinungen mit u.U. hochakuter Symptomatik bemerkbar machen können.