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In einzelnen Lebensabschnitten besteht erhöhter oder verminderter Energiebedarf. Auf diese Phasen muss natürlich in der Berechnung der benötigten Energie, bzw. Futtermenge eingegangen werden.
Welpe
- bis 4. Woche wird der Welpe ausschließlich gesäugt - das Kolostrum der ersten 24 Stunden sorgt für Immunität
- 4 - 6 Mal pro Tag wird gesäugt
- Gewicht täglich kontrollieren
- Gewichtszunahme etwa 1-2 Gramm pro Pfund erwartetes Endgewicht
- ab 4. Woche Zufüttern von Festfutter (TroFu der Hündin als Brei, roh püriert) mehrmals täglich
Welpe nach dem Absetzten/Junghund
- Wachstum und Entwicklung haben 2fachen Energiebedarf zur Folge.Berechnet wird der Energiebedarf eines erwachsenen Hundes gleichen Gewichts (momentanes Gewicht!) mal2.
- Wenn der Welpe ca 40% des erwarteten Endgewichtes erreicht hat = 1,6fache
- Ca 80% des erwarteten Endgewichtes erreicht hat = 1,2fache
- Keine Nahrungsergänzung beim gesunden Junghund im Wachstum!!
Es kursiert leider immer noch das Gerücht, der Welpe müsse während des Wachstums Kalziumpräparate zusätzlich zum Futter bekommen. Der Grund: sein Knochenwachstum. Dabei wird übersehen, dass der Welpe durch die Futtermenge schon mehr Kalzium aufnimmt.Denn sein Energiebedarf ist ja schon doppelt so hoch wie der eines erwachsenen Hundes gleichen Gewichts.
Darüber hinaus bestätigen Untersuchungen, dass überhöhte Zufuhr von Kalzium im Wachstum in Verbindung mit hoher Wachstumsrate schwere Knochenschäden und Gelenkserkrankungen zur Folge haben können.
Siehe hierzu auch: Der Jahrtausendirrtum der Veterinärmedizin von Klaus Dieter Kammerer. http://www.transanimal.com; leider nur noch als pdf- Dokument erhältlich und nicht billig. Interessante Arbeit zum Thema Hüftgelenksdysplasie und ihre Ursachen. Empfehlenswert
Merke:
Frage: Warum gibt es in der Natur keine Beutetiere, die speziell den Bedarf des Welpen decken? Na, eine Idee??
Keine Kalziumpräparate an Welpen im Wachstum verfüttern. Es sei denn, eine Gelenksdysplasie oder OCD ist Euer angestrebtes Ziel. Oder ein Mangel auf Grund einer Erkrankung ist nachgewiesen.
Der Bedarf eines Junghundes Regeln für die Fütterung:
- Mengenkontrollierte Fütterung
- moderater Kalziumgehalt (empfohlen 0,8% in TS (Trockensubstanz)
- Hohe Verdaulichkeit und Enegiedichte
- Energiezufuhr leicht einschräncken
- Übergewicht im Wachstum vrmeiden
- drei - vie Mahlzeiten/Tag bis zum 6. Monat
- kein Zufüttern von Nahrungsergänzungen bei Trofu/Dofu
Trächtige und laktierende Hündin
Die Zeit der Trächtigkeit bedeutet für die Ernährung und Rationsgestaltung der Hündin noch keine weitreichende Veränderung.Eine ausgewogene und hochwertige Ernährung muss selbstverständlich sein, denn nur gesunde Nahrung heißt gesunde Hündin, und nur eine gesunde Hündin kann gesunde Welpen zur Welt bringen.
Die richtige Ernährung der trächtigen Hündin beginnt schon in der Hitze und der Aufnahme
Trächtigkeit
- Energiebedarf: bis 5. Woche kaum verändert,
- ab 5.-6.Woche futtermenge um ca 25-50% anheben
- Körpergesicht zur Geburt 15-25 % gestiegen ( man geht von 500-600 gramm pro erwarteten Welpen, bitte beachten dies sind Schätzwerte, jeder Wurf ist anders
- es gibt sogar eine Zeit von ein paar Tagen um den 36. – 40. Tag der Trächtigkeit, an denen die Hündin nicht oder fast nicht frisst, vermutlich wegen der Umstellung des Hormonhaushaltes in dieser Zeit.
- Gewicht nach dem Werfen: 5-10%höher als vor der Trächtigkeit
Laktation
- während der Zeit des Säugens steigt der Energiebedarf dann bis auf das 3 manchmal 4fache (!!) des normalen Bedarfs an.
- Das bedeutet für die Fütterung: hochwertig, energiedicht und Futter jederzeit zugänglich.
- 1. Laktationswoche: Bedarf *1,5
- 2. Woche Bedarf*2
- 3. Woche Bedarf *2,5
- 4. Woche Bedarf * 3
- ab 5. Woche langsam zurück auf das 1,5fache des Erhaltungsbedarfs, da die Welpen zugefüttert werden und sich mehr und mehr für anderes Futter interessieren
- Absetzen, hier sollte die Mutterhündin endscheiden, wann abgesetzt wird.
- Die meisten Hündinnen erreichen dann auch schnell wieder Normalgewicht, dann heißt es wieder aufzupassen, dass das Gewicht nicht nach oben ausreißt.
Merke
- Hochwertige Ernährung = gesunde Hündin = gesunder Welpe.
- Der Energie zehrendste Lebensabschnitt ist die Zeit des Säugens.
- Bis zu 4-mal so viel Energie braucht die Hündin in dieser Zeit, je nach Wurfgröße.
Der alte Hund
Die Ernährung des alten Hundes sieht grundsätzlich nicht anders aus als die des adulten. Der Energiebedarf des Seniors sinkt unter Umständen um bis zu 40% ab, daher ist es ratsam, die Energiedichte im Auge zu haben und auch unbedingt Mengen kontrolliert zu füttern.
- Es gibt jedoch keinen Grund, den alternden Hund nur auf Grund seines Alters Protein arm zu ernähren.
- Dieses Argument kommt erst dann zum Tragen, wenn der Senior krank ist, dann aber auch nicht dauerhaft sondern nur für die Zeit der Therapie als begleitende Maßnahme.
Merke
- Seniorenfutter macht keinen Sinn.
- Der gesunde alte Hund kann genauso ernährt werden wie der adulte Hund.